Neuigkeiten aus dem “mini Decki”-Hauptquartier


Lange war es ruhig hier auf der Seite. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich manchmal nicht so genau weiss, was ich euch schreiben kann, es läuft und läuft, gemächlich, aber es läuft. Decken werden verschickt und werden voller Freude angenommen. Unser Lager nimmt stets an Fülle ab, aber wir haben immer genug und wir werden immer gut versorgt.

Nun gibt es aber doch eine Neuigkeit, von der ich euch gerne erzählen möchte. Viele von euch haben noch das Bild von meinem Wohnzimmer im Kopf bevor die Decken bei uns ausgezogen sind. Wir konnten in einen wunderbar grossen, gut gelegenen Raum umziehen. Das hat unser Familienleben enorm vereinfacht und das Weiterbestehen von “mini Decki” gesichert. Der Raum ist ein “Turmzimmer” und wie es sich für ein “Turmzimmer” gehört, ist er ganz oben in einem Industriegebäude. Das hat aber zur Folge, dass wir immer alle Decken hoch schleppen müssen und wenn sie gebraucht werden wieder runter. Dies ist für jüngere, bewegliche Beine kein Problem. Aber für ältere Beine, die noch sehr gut “Gas” geben können bei der Nähmaschine aber nicht mehr so gut Treppen steigen, oder gar über ein Leiterli zum Lift klettern können schon. Darum machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Raum. Meine Ansprüche waren hoch. Obwohl nun alle meine Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, wollte ich nicht zu viel Reisezeit vergeuden. Auch lebt unser Projekt ausschliesslich von Spenden. Darum muss der Preis auch in einem Rahmen sein, den ich vor allen Spendern verantworten kann.

Nun haben wir in unserem Dorf ein neues Schulhaus bekommen und gab eine grosse Züglete. Jemand brachte mich auf die Idee, dass nun ja Räume der Stadt frei werden und ich rief da an. Und siehe da, wir bekamen den Zuschlag für einen Kindergarten, der gerade frei wurde. Ich kenne den Kindergarten gut, er war der Kindsgi unseres Jüngsten. Es ist ein sehr grosser Raum, schön warm und noch näher von unserem Zuhause als der Jetztige. Dieser Raum ist für mich perfekt und ich freue mich riesig darüber!

So werde ich nun per 1. Dezember unser Lager- und Arbeitsraum zügeln.

Die Legos, die unseren Jüngsten immer so schön beschäftigt haben während ich gearbeitet habe, werden mit gezügelt – wie lange sind die wohl noch im Einsatz? Als ich ihn so spielen sah, dachte ich an die Anfänge des Projektes zurück. Wie er in den Decken aufgewachsen ist und anderes gelernt hat als zu malen, schneiden und kleben. Wir bekamen nämlich von der Kindergärtnerin eine lustige Rückmeldung. Als sie im spielzeugfreien Kindergarten (für etwa 10 Wochen waren alle Spielzeuge weg, es gab nur noch Tücher, Tische, Bänke und Seile) jeweils aufräumten sei ihr aufgefallen, wie gut unser Jüngster Tücher zusammenlegen kann… ja, gelernt ist gelernt! 🙂

minidecki

minidecki

1 Comment

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    Dora Weber-Meier 6. November 2017 at 20:17

    Das ist wirklich sehr schön und gute Nachrichten mit einem neuen Raum und dann noch gut begehbar. Inzwischen habe ich mich gut eingelebt am neuen Ort und fange bereits wieder an zu nähen in den wenigen freien Stunden und in der Küche am Morgen und sobald sich der Nachbar vom Taxi-Nachtdienst erholt hat am Nachmittag im Schlafzimmer. mit einem Blick auf die Berge und wunderschön. Zum Glück habe ich einen grossen Estrich und konnte alle meine Stoffmaterialien mitnehmen und werde bestimmt einige Exemplare kreieren und darauf hoffe ich, dass ein paar Flüchtlinge mehr Wärme bekommen, da nun der November stark im Anmarsch ist.
    Seid alle lieb behütet

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