Spende


Diese Geschichte will ich euch erzählen…


Das ist Nassim, er ist von Afghanistan in den Iran geflohen und hat da als Näher gearbeitet. Nach einer langen Zeit sind ihm da schlimme Sachen passiert und er musste wieder fliehen. So ist er in die Schweiz gekommen. Nachdem er längere Zeit in einer engen Unterkunft, zu viert in einem Raum wohnte, konnte er jetzt in eine etwas grössere Wohnung umziehen. Er wohnt jetzt zu viert in einer ganz kleinen Wohnung. Und er näht Decken – grosse Decken, die wir so dringend benötigen! Er näht wie der Blitz, an 2-3 Tagen 7 grosse Decken. Er macht das in seinem Schlafzimmer. Heute habe ich die Decken ausgepackt und das erste Mal gesehen. Ich sage euch, mir kamen fast die Tränen. Die Decken sind wunderbar, jede einzelne individuell gestaltet mit vielen Quadraten. Grossartig!

Diese Geschichte berührt mich unglaublich. Dass da ein Mensch ist, der für sich selber nur das Nötigste hat, lieber richtig arbeiten würde und richtig Geld verdienen würde… Dass da jemand ist, der in seinem Schlafzimmer schon 60 Decken mit vielen Quadraten genäht hat für Kinder, die eine ähnliche Familiengeschichte haben wie er und er will nicht damit aufhören. Diese Arbeit hilft gegen die Langeweile, sie gibt Struktur und gibt einem das Gefühl, dass man etwas kann und dass man etwas bewirken kann, egal, wie die Umstände sind.

Nassim näht auf einer alten, langsamen Maschine, die er dafür bekommen hat. Sie funktioniert. Aber als Schneider weiss er, dass es Nähmaschinen gibt, die so schnell nähen, wie er möchte. Falls jemand eine Maschine rumstehen hat, die er nicht mehr gebrauchen kann, würde ich sie sehr gerne an Nassim vermitteln. Sie würde ganz sicher gebraucht! Ihr unterstützt einen Menschen und “mini Decki” – also eigentlich grad 2 Fliegen auf einen Streich! Nehmt doch mit mir Kontakt auf!

Wer Lust und Zeit hat, selber zu nähen ist herzlich eingeladen! Ich verschicke nach wie vor sehr viele Decken und mein Vorrat ist zwar meistens grad genug, aber ich wäre ruhiger mit einem grösseren Polster, ehrlich gesagt…

Ein Paar Worte über Myskgräs und Ikea


Früher, vor dem “mini Decki”-Projekt, habe ich meine Kuscheldecken immer mit Myskgräs-Decken von Ikea gefüllt. Dies, weil sie waschbar und günstig sind und weil sie für mich eine ideale Dicke haben für meinen Zweck. Dann startete ich mit dem Projekt – mein Fernziel war damals ja 2000 Decken, die zu schaffen wären :-). Ich schrieb eine Anleitung um zu erklären, wie ich die Decken nähe und so wurde das Myskgräs-Duvet ein wichtiger Teil von “mini Decki”.

Je länger das Projekt lief, desto mehr wurde ich darauf angesprochen, ob Ikea dann “mini Decki” unterstützt. Ich kam mit Ikea ins Gespräch und seit Mai 2015 unterstützen sie uns sehr sehr grosszügig. Ikea hat uns seit diesem Zeitpunkt Gutscheine im Wert von 2700 Myskgräs-Duvets geschenkt, das heisst, etwa 5400 Decken konnten dank Ihrer Hilfe genäht werden. Wow – mega, oder?!

Ab und zu wurden auch Zweifel an der Nachhaltigkeit der so günstigen Duvets laut. Auf eine diesbezügliche Frage hat Lorenz Isler, der Verantwortliche für das Thema Nachhaltigkeit bei Ikea Schweiz folgendes geschrieben:

…IKEA arbeitet nach dem IWAY Standard. Wenn wir in einem Land produzieren, schauen wir die lokalen Gesetze an und vergleichen diese mit den IWAY Standards. Wir wenden immer den strengeren der beiden Standards an. Die gesetzlichen Voraussetzungen in Entwicklungsländern sind oft nicht tiefer als bei uns in Europa. In einigen Fällen sind die Regeln in Entwicklungsländern sogar strenger. Das Problem ist jedoch, dass sich niemand darum kümmert, die Firmen bezüglich Einhaltung nicht kontrolliert werden und die Gesetze deshalb oft nicht eingehalten werden. In China beispielsweise gilt eine maximale gesetzliche Wochen-Arbeitszeit von 49 Stunden, was aber oft nicht eingehalten. Wir bei IKEA halten uns daran. In einigen Fällen sind unsere IWAY Standards aber auch strenger. Dies ist beispielsweise bei Gesundheits- und Sicherheitsfragen der Fall. Hier fordern wir deshalb die Einhaltung unsere IWAY Standards (Umgangs mit Chemikalien oder Sicherheitsausrüstung der Mitarbeiter) ein. Die Einhaltung unserer IWAY Standards kontrollieren wir laufend mit ca. 100 Auditors mit unangemeldeten und angemeldeten Audits. Wir führen auch regelmässig Audits durch externe Kontrolleure durch. Aktuell erfüllen alle unsere weltweit 1002 Lieferanten die IWAY Standards. Wir haben darüber eine sehr gute Kontrolle…

Diese ausführliche Antwort hat mich sehr gefreut und festigt meine Überzeugung, dass wir mit der Myskgräs-Vorgabe eine für unsere Zwecke Optimale Lösung haben. Ich danke Ikea von Herzen für die grosszügige Unterstützung während bald 2 Jahren!

Auf meinen letzten Aufruf hin haben wir wieder sehr viele Decken zugeschickt bekommen. Es ist im Moment ganz schwierig, den Bedarf abzuschätzen und darum sind die Angaben darüber manchmal etwas “hüst und hott”. Im Gesamten kann man glaub sagen, dass wir fast ausschliesslich “L” Decken brauchen und von denen auch keine Berge haben. Von den anderen Grössen und von Stoff haben wir sehr viel an Lager.

Darum, geniesst den leisen Frühling und eure Zeit. Verschiebt doch das Deckennähen auf später – es reicht auch dann noch. Aber es ist schade, wenn ihr euch anstrengt, möglichst viele Decken zu nähen und dann warten sie in unserem Lager, bis sie abgegeben werden können.

 

Danke tausendmal!


Diesen ganzen Haufen Dankeskarten habe ich gestern und heute geschrieben. Es ist wunderbar zu sehen, dass wir so grosszügig unterstützt werden. So haben wir für das kommende “mini Decki”-Jahr ein gutes Polster für unsere Arbeit und das beruhigt mich sehr! So können wir unsere Energie ins Deckenverteilen stecken und müssen nicht dem Geld nachrennen. Ihr seid wunderbar – Danke tausendmal!!

ubi bene, ibi patria


Wo es mir gut geht – da ist meine Heimat.

Das ist ein Satz, den ich an der Delegiertenversammlung des Aargauischen Katholischen Frauenbundes gelernt habe. Wir haben eine sehr grosszügige Spende von 3000 Franken erhalten. Vielen herzlichen Dank!

Ubi bene, ibi patria… dieser Satz geht mir nach und beschäftigt mich. Für mich bedeutet das, dass Heimat nicht ausschliesslich an einen Ort gebunden ist, sondern, dass auch ein neuer Ort Heimat werden kann. Und dass es uns nicht egal sein darf, ob sich die Menschen hier wohl fühlen oder nicht. Denn für die Heimat setzt man sich ein und wird Teil davon. Nur so kann man zu einem grossen Baum heran wachsen und so wieder Schatten und Schutz für andere bieten.

Das sind Gedanken, die irgendwie noch nicht ganz fertig sind. Sie kreisen in meinem Kopf – zusammen mit Gedanken, dass die Menschen, die sich gestern in die Luft jagten, doch auch mal Kinder waren, die gespielt haben und irgendwo eine Heimat hatten… Sehr wahrscheinlich war das nicht in Brüssel…!

Nähmaschine zum Abholen in Frauenfeld


Jemand möchte uns in Frauenfeld eine Pfaff-Nähmaschine (das Bild ist nur ein Symbolbild) für das Projekt schenken. Gibt es jemanden, der sie für eine Nähgruppe oder sonst zum Deckennähen gebrauchen könnte? Bitte melde dich über das Kontaktformular bei uns.

Herzlich willkommen an alle, die neu hier sind!


Ein ganz herzliches Willkommen an alle, die neu Feuer gefangen haben für das “mini Decki”-Projekt! Ich freue mich sehr, seid ihr hier – wir brauchen euch!

Nach wie vor haben wir noch immer den grossen Gutschein von Ikea, welchen wir für die Inlets verwenden können. Da auch die Versandkosten über den Gutschein laufen, bestellen wir erst ab 10 Inlets bei Ikea direkt. Wer eine kleinere Menge braucht darf sich über unsere e-Mail-Adresse melden. Wem es möglich ist, die Decken selber bei Ikea zu organisieren, darf das natürlich sehr gerne tun (So reicht der Gutschein weiter und ihr habt unser Projekt mit einer indirekten Spende unterstützt und wir haben nicht ganz so viele Päcklis zu machen).

Bitte schreibt keine Mails an Ikea betreffend Unterstützung von diesem Projekt. Sie unterstützen uns mit diesen Gutscheinen sehr grosszügig und verweisen euch wieder retour an uns.

Im Moment fehlen uns vor allem die grossen (150×120 cm) Decken. Ich habe mir lange Gedanken gemacht, wie man diese Grösse am einfachsten und ohne Abfall nähen konnte, aber ich kam nicht drauf. Frieda hat mir dann des Rätsels Lösung geliefert. Ihr seht es auf dem Bild. So ist es einfach möglich, aus 3 Myskgräs-Decken 5 grosse Decken zu nähen.

 

 

Auch ihr seid alle unglaublich wichtig für uns!


Heute will ich wieder verschiedenen Leuten danken, ohne die dieses Projekt den ersten Geburtstag wohl nicht würde feiern können…

zuerst allen Journalisten, die immer sehr positiv über unser Projekt geschrieben haben und meine Idee in die Welt tragen. Es macht mich schon stolz, ehrlich gesagt, und freut mich sehr! Vor einem Jahr hätte ich ja nie gedacht, dass ich plötzlich etliche Interviews gebe.

Vielen Dank allen, die mich angemeldet haben für den NAB-Award. Das war eine sehr gute Erfahrung für mich und machte das Projekt im Kanton Aargau sehr bekannt.

Dann werden wir in verschieden Bereichen sehr grosszügig Unterstützt. So zum Beispiel von Nägeli Umzüge, die uns die Kisten, in denen die Decken gelagert und auf Reisen geschickt werden, zu einem guten Preis verkaufen. Oder dann Ikea, die sehr hinter dem Projekt steht und uns sehr sehr grosszügig mit Gutscheinen für die Inlets unterstützt. Vielen dank an die Jungs von der Tankbar, durch sie haben wir den Lagerraum bekommen!

Merci vielmals auch den Frauen von der Post Rütihof. Ihr seid wunderbar! Etwa alle 3 Tage hole ich ein grosses Auto voll Päckli ab. Sie stapeln die Kisten bei sich und rufen mich an, wenn ich kommen soll. Ihr seid wunderbar!

Herzlichen Dank allen Bettwäsche- und Stoff- und Geldspendern. Es sind wichtige Pfeiler unseres Projektes ohne die das Projekt nicht selber stehen könnte.

Damit alle Decken in der ganzen Schweiz ankommen, frage ich manchmal nach Transportmöglichkeiten. Es erstaunt und berührt mich jedes Mal, wenn innerhalb von kürzester Zeit der Transport organisiert ist. “Mein Mann arbeitet da und da, der könnte das grad bei dir abholen” heisst es dann oder “mein Kleiner macht dann Mittagsschlaf, ob er den im Bett macht oder im Auto, macht keinen Unterschied – ich fahre” oder “ich habe Zeit, ich fahre” – ihr seid wunderbar!

Ich habe so viel Grund zum Danken – Danke vielmals!

Danke vielmals auch für diese Art der Unterstützung!


Seit ich im “Deckengeschäft” tätig bin, kenne ich mich mit Zügelkisten aus. Ich hatte zuerst viele von IKEA, da wir ja erst vor einem Jahr umgezogen sind. Dann hatte ich viele vom Jumbo, da der Baumarkt nicht weit weg von unserem neuen zu Hause ist. Dann hatte ich welche von Coop und sonst noch welche. Alle Sorten unterschieden sich in der Grösse. Das macht das gemischte Stapeln etwas schwierig. Wenn in jede Kiste im Schnitt etwa 8 Decken passen, kann man sich schnell ausrechnen, wie viel Geld auch für diese Kisten gebraucht wurden. Plötzlich merkte ich, dass sich da etwas ändern muss und fragte mal bei Nägeli Umzüge AG an, ob sie “mini Decki” in der Organisation unterstützen möchten, in dem sie mir einen guten Preis für die Kisten machen würden. Sofort machten sie mit. Und das Allerbeste ist… Die Kisten sind ganz weiss. Das macht für mich einen riesen Unterschied – so habe ich nicht mehr immer das Gefühl, dass wir grad nächstens wieder ausziehen. Sie sind quasi “getarnt”. Vielen herzlichen Dank für diese grosszügige Unterstützung!

Habt ihr gewusst?


In meinem Keller türmen sich die Stoffberge. Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt. Ich habe noch viel Bettwäsche in Taschen, viele weisse Leintücher zum Färben und wunderbare Stoffe von Stoffläden (Zwergenstoffe und Lotti’s Welt). Alle diese Stoffe sind Spenden und warten darauf, vernäht zu werden. Gerne darf man sich anmelden zum Nähen. Man kann die Stoffe dann bei mir abholen oder ich verschicke sie (lieber ein grosses Päckli). Ihr seht, die Arbeit geht vorerst noch nicht aus :-).