Unsere Decken werden im Camp Moria verteilt!


Ich habe euch Anfang März vom Deckentransport nach Griechenland erzählt. Leider gab es wegen den besonderen Coronaumständen auch bei diesem Transport Verzögerungen und es war nicht ganz klar, wann  die Decken ihre Grosse Reise antreten können. Wie ihr wisst, ist die Situation in Griechenland noch immer unhaltbar und menschenunwürdig. Die Menschen da sind zusammengepfercht in Lagern, die komplett überfüllt sind. Nichts von Social Distancing und Handhygiene als wichtigste Massnahmen zur Eindämmung des Virus. Nach wie vor wartet man ab und hofft, dass da nichts Schlimmes passiert und wenn dann doch, sagt man “ou, mega schlimm!”, da hätte man früher etwas machen sollen…!

Gerade weil die Lage so aussichtslos erscheint, freue ich mich unglaublich, dass unsere Decken im Camp Moria als Teil des Babypakets Freude bereiten! Schaut euch diesen Beitrag an – wir freuen uns riesig über die Zusammenarbeit mit GAiN Switzerland!

Zusammen können wir das Gesicht der Welt verändern!

Heute ist “mini Decki” in der Solothurner Zeitung


Heute erschien in der Solothurner Zeitung einen Artikel über Doris Weber, die seit Jahren Decken für uns näht. Ich freue mich sehr über den Bericht und dass Doris uns noch etwas erhalten bleibt!

Was mir aber sehr wichtig ist zu sagen… Ich (Simone) bin auch nie dabei bei den Deckenverteilungen. In den ganzen 5 Jahren war ich ganz am Anfang einmal dabei und danach nicht mehr. Die Decken werden von freiwilligen Fahrern vor das Zentrum und manchmal auch bis ins Büro transportiert und dort abgegeben. Dies aus dem einfachen Grund, dass die Betreuerinnen in den Zentren den Tagesablauf der Kinder sehr gut kennen. Ich will nicht, dass die Kinder zusammen gerufen werden, weil ihnen jetzt jemand ein Geschenk macht. Sie sollen das Geschenk dann bekommen, wenn es in ihren Ablauf passt. Es soll ein Geschenk FÜR und nicht ein Geschenk VON jemandem sein. Damit sie dann doch wissen, von wem sie die Decken bekommen haben, gibt es zu jeder Decke eine Karte dazu, auf der in 6 verschiedenen Sprachen steht, dass die Decken von freiwilligen Näherinnen aus der ganzen Schweiz genäht wurden und dass die Kinder diese Decke behalten dürfen.

Aktuell können wir gut Decken in Grösse S gebrauchen, da wir von denen nicht mehr so viele vorrätig haben. Dafür nimmt man am besten die grössere Version der Silvertopp-Decke und teilt diese in 6 Stücke. So werden die Decken 80×100 cm gross.

Da man im Moment nicht bei Ikea einkaufen kann, können diese online bestellt werden. Wer eine grosse Menge möchte, oder froh ist, wenn die Inlets über Spenden bezahlt werden, darf man sich bei uns melden.

 

Bild: Hanspeter Bärtschi

Wir haben eine Verantwortung, darum: #evakuierenjetzt!


Bei “Mini Decki” ist in dieser ausserordentlichen Zeit etwas ruhig… Aber hier sind wir nicht ruhig!

Es geht nicht, dass wir die Augen, Ohren und Münder zu halten und denken, hoffentlich hoffentlich bricht dieser Virus da nicht aus… das wäre dann wirklich schlimm… aber ja, wir können ja eh nichts machen…

Mann… Es geht nicht, dass wir diese Menschen da sitzen lassen! Sie können weder vor noch zurück, wir schauen zu und finden es nachher unglaublich schlimm…!

Darum haben wir zusammen mit über 110 humanitären Organisationen, Vereine, Gruppierungen und NGO’s aus der Schweiz diese Petition lanciert! Nach nur einem Tag konnten bereits 20’000 Unterschriften gesammelt werden. Wir wollen dem Bundesrat zeigen, dass wir auch in diesen schwierigen Zeiten die humanitäre Tradition der Schweiz aufrechterhalten wollen!

Bitte unterzeichnet die Petition jetzt!

 

“Mini Decki” im Badener Tagblatt


Gestern waren wir im Badener Tagblatt. Es ist ein Bericht über den Deckentransport mit GAiN Switzerland der eigentlich für die nächsten Tage geplant gewesen wäre. Leider überstürzen sich die Meldungen mit Schrecklichen News aus Griechenland und die Sicherheitslage auf der Insel lässt leider momentan keinen Transport von Hilfsgütern zu.

Der Transport wird voraussichtlich im April statt finden.

Menschen sind Menschen, egal ob mit Gesichtsmaske oder in der Schule oder auf der Flucht – lass uns das nie vergessen!

Ich bin so froh um diesen Artikel in der Zeitung! Weil ja, es gibt uns noch und ja, vielleicht brauchen wir bald wieder sehr viele Decken und ja, man kann uns gerne unterstützen – mit schönen bunten Baumwollstoffen, mit Nähpower, mit Ikea-Gutscheinen oder finanziellem Zustupf  für die Innendecken.

Ein Abschied und ein herzliches Willkommen!


Letzte Woche haben wir mit einem Brunch den Abschied von Brigitte Bärtschiger (2. v.l.) aus dem “mini Decki”-Team gefeiert (das ist chli ein komisches Wort für einen Abschied, aber wir haben wirklich unsere letzten gut 4 Jahre Zusammenarbeit gefeiert). Brigitte war mir im ganzen Aufbau des Projektes eine riesen Unterstützung. Mit unseren unterschiedlichen Arten haben wir uns in vielen Bereichen sehr gut ergänzt. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit! Brigitte wird sich in Zukunft auf andere Bereiche in der Arbeit mit Migranten engagieren. Ich wünsche Ihr von Herzen viel Freude und gute Begegnungen in diesen Aufgaben!

Wenn jemand geht, ist es immer super, wen jemand neues dazu kommt. Ich freue mich sehr, dass wir mit Nicole Wirz (3. v.l.) eine tolle Frau gefunden haben, die auch anders ist als ich. Das ist so super, weil wir als Team weiter kommen, wenn wir nicht alle in den gleichen Bereichen Stärken und Schwächen haben. Nicole, ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dir!

Claudia Schmidt (1.v.l.) ist weiterhin die Frau, die die Bestellungen von Labels und Inlets übernimmt. Ich bin extrem dankbar, dass sie diese Arbeit  neben ihrem Alltag einfach so macht. Es ist eine grosse Entlastung, wenn solche Dinge einfach erledigt werden. Danke liebe Claudia!

So sind wir bereit, zusammen in die Zukunft von “mini Decki” zu gehen. Die Nachrichten aus Griechenland sind im Moment noch schrecklicher wie sie es bis anhin waren. Ich hoffe für die Menschen, die da wohnen und auch für die, die da angekommen sind, dass es sofort ein Einschreiten von der Welt gibt! Es kann nicht sein, dass man diese Leute da auf sich alleine gestellt lässt – es braucht da jetzt einen Effort und nicht erst wenn sich der Coronawirbel wieder legt! Aber ja… da kommt einiges auf uns zu!

Solidarität unter Kindern berührt mich immer wieder!


“liebe Kinder, wir sind 6. Klässler und gehen in die Schule Rütihof (Zürich). In der Handarbeit haben wir gemeinsam zwei mittelgrosse Decken für euch genäht. Wir hoffen, wir können euch den Start hier in der Schweiz dadurch etwas erleichtern und wünschen euch nur das Beste! Wir denken an euch und schicken euch ganz herzliche Grüsse”

Die Decken, die die Schüler genäht haben sind richtig toll geworden! Jede Schülerin hat ein Patchworkquadrat gestaltet. All diese Teile zusammen ergaben diese schönen Decken!

Diese Arbeiten zeigen sehr schön, wie das Deckennähen in der Schule ein Erfolg wird. Es muss nicht zwingend jedes Kind eine eigene Decke nähen. So wird es ein Gemeinschaftsprojekt zu dem jedes Kind einen Beitrag leisten kann – das habt ihr super gut gemacht!!

Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen!


In den letzten Posts habe ich euch immer wieder geschrieben, dass Decken den “mini Decki”- Raum verlassen haben und auf dem Weg zu Kindern und Jugendlichen sind.

Nun möchte ich euch erzählen, wie die Decken überhaupt in den Raum kommen. In der ganzen Schweiz wohnen Menschen, meistens Frauen, die gut und gerne nähen können. Einige von ihnen nähen seit Jahren Decken für “mini Decki” – ihr seid das Fundament des Projektes, ohne eure Arbeit könnten keine Decken den “mini Decki”-Raum verlassen, darum sage ich DANKE TUUSIG MOL!

Heute Morgen haben sich diese beiden Frauen, Schwiegermutter und -Tochter auf den Weg durch den grossen Stau gemacht und sind nach 2 Stunden Fahrt um viertel nach neun bei mir eingetroffen. Sie haben ein Auto voll Decken gebracht. Decken aus Stoff, den sie für dieses Projekt bekommen haben. Einen Teil davon ist Stoff von einer anderen sehr fleissigen Näherin, der bei mir gelandet ist, weil sie es gesundheitlich nicht mehr schafft (gute Besserung, falls du das liest!). Ich staune immer wieder, was aus den Stoffen für Decken gezaubert werden. Jede so lieblich gemacht.

Nach dem Mittag kam nochmals eine Lieferung an. Von einer Frau, die zirka 500 Decken genäht hat. Das Auto war bis unter das Dach gefüllt und der Mann hat sie gefahren. Das sehe ich oft und darum möchte ich auch den Männern der Näherinnen von Herzen Danke sagen! Es ist nicht selbstverständlich, dass die Frau einen Teil der Wohnung in Beschlag nehmen kann für ihre Arbeit, die aufwändig ist und finanziell nichts einbringt. Es sind nicht Reiskörner, die da rumliegen, sondern es sind grosse, voluminöse Decken, die in der Herstellung erst noch ein Puff machen.

Schaut, das ganze Projekt gäbe es nicht, wenn wir nicht alle zusammenarbeiten würden. Es ist wie bei einem Körper, damit der Körper gut funktionieren kann, ist es gut, wenn alle Körperteile ihren Beitrag leisten können. Sonst gibt es Abnützungen an gewissen Stellen und der Körper ist nicht mehr gleich leistungsfähig.

Um den “mini Decki”-Körper geschmeidig bewegen zu können, sind wir im Moment auf der Suche nach folgender Unterstützung:

(Kinder) Baumwollstoff Wir nehmen immer sehr gerne schönen, bunten Baumwollstoff, der sich für Kinderdecken eignet, das kann auch Kinderbettwäsche sein, oder besonders schöne Erwachsenenbettwäsche. Was besonders für die Hinterseiten immer benötigt wird, ist uni-Stoff. Grauer, sehr heller oder ausgebleichter, fadenscheiniger Stoff eignet sich nicht! Falls du Stoff zum Abgeben hast, melde dich bitte bei mir, dann kann ich dir sagen, wo der am besten hin sollte.

IKEA-Gutscheine oder Spenden für Inlets Es können nicht alle Menschen nähen. Sei es wegen dem fehlenden Können oder der fehlenden Zeit. Das ist völlig ok, dann musst du nicht nähen um “mini Decki” zu unterstützen. Es ist uns eine riesen Hilfe, wenn du uns Inlets sponsern würdest. Dafür kaufst du am Kiosk oder direkt in der IKEA einen Gutschein und schickst ihn uns. Wir senden dann denen, die nähen Inlet-Nachschub. Es darf nicht sein, dass auf den Näherinnen die ganze Material-Beschaffungs-Last liegt. Du kannst den Gutschein gerne an uns senden oder hier direkt etwas einzahlen.

Jemand, der sich mit CRM auskennt Wir arbeiten in der Organisation des Projektes mit dem CRM von Vtiger. Ich verstehe davon gar nichts, aber es gibt Leute, die dir sagen können, was genau das Problem ist und du könntest dann sagen, was wir jetzt machen sollen. Bitte melde dich über unser Kontaktformular

Jemand, der französisch oder italienisch spricht Wenn du das Projekt schon länger verfolgst und dir vorstellen könntest, Telefonate zu führen oder Mails zu schreiben (auf Anweisung), dann melde dich doch auch über das Kontaktformular

Darum – was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen! YES!

Ein herzlicher Gruss aus dem mini Decki-Raum


ich bin am Decken einpacken. Immer wieder staune ich aufs Neue, wie fröhlich und bunt Stoffe sein können! Wenn diese Stoffe nur reden könnten… Wen haben die lustigen Indianer wohl schon begleitet und wo geht die Reise hin? Wer bekommt diese Decke und wer die anderen? Mögen diese Decken Farbe, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit schenken!

Heute feiert “mini Decki” Geburtstag!


Heute vor 5 Jahren schrieb ich den ersten Blogbeitrag über meine Idee, für jedes Kind, das auf der Flucht in den Kanton Aargau kommt, das war ja am Anfang der Plan 😉 eine Decke zu nähen und zu verschenken. Ehe ich mich’s versah wurde eine richtig grosse Sache daraus.

Wenn ich heute zurück schaue, kann ich es kaum glauben. In den letzten 5 Jahren wurden rund 22 000 Decken verteilt, die alle vorher von jemandem extra zu diesem Zweck genäht wurden.

Wahnsinn! Ich bin so enorm dankbar für die grosse Unterstützung, die ich von vielen Seiten bekomme. Nur so ist es überhaupt möglich, diesen Geburtstag zu feiern. Immer wieder bekommen wir so gute Rückmeldungen zu den Decken, die zeigen, dass sie das bewirken, was sie sollen.

Auch wenn das Thema der flüchtenden Menschen nicht mehr gross in den Medien behandelt wird, ist es nicht erledigt. Man schaue sich das Elend in Griechenland, in Syrien, in Serbien und an vielen anderen Orten der Welt an… Wir sind weit von einem gelösten “Problem” entfernt, und ich bin überzeugt, dass es eher schlimmer als besser wird – leider! Darum werden wir auch ein sechstes Jahr weiter machen.

Das nächste Jahr bringt für “mini Decki” eine grosse Veränderung, Brigitte Bärtschiger, die über ganz lange Zeit meine rechte Hand und Sammelstelle in Würenlos war, wird das Projekt als aktive Mitarbeiterin verlassen und sich in anderen Projekten weiter engagieren! Darum wird Würenlos nicht mehr als Sammel- und Materialabholstelle zur Verfügung stehen. Ich bin Brigitte und ihrer ganzen Familie von ganzem Herzen dankbar für ihre treue, tatkräftige Unterstützung. Ohne sie wäre das Projekt nicht was es heute ist! Ich wünsche dir für die kommenden Projekte von Herzen nur das Allerbeste!

Ich bin froh, dass ich schon jetzt jemanden gefunden habe, der einen Teil der Administrativen Arbeiten übernehmen wird. Mehr dazu sicher zu einem späteren Zeitpunkt.

Nun bleibt mir nur noch, euch allen gute, gesegnete Festtage und einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen. Ich freue mich auf das neue “mini Decki”-Jahr und bin gespannt, was es uns bringt!

PS: Eigentlich wollte ich ja ein Bild machen, auf dem alle 5 Wunderkerzli brennen und flackern. Leider hab ich es 2x nicht so hingekriegt, jedes Mal wollten nicht alle Kerzli gleich schnell Feuer fangen und zum Schluss hatte ich nur noch 4 für den dritten Versuch! 🙂

unsere Decken begeistern!


Wiedermal hat uns eine schöne Rückmeldung samt einer Bestellung von 300 Decken erreicht. Ich möchte sie euch nicht vorenthalten!

Das Bild ist älter, aber ich finde, es passt super zu diesem Bericht.

“Unsere BewohnerInnen sind immer so begeistert von diesen Decken und nehmen sie auch immer mit, wenn sie Transfer haben.

Also ein voller Erfolg. Ganz herzlichen Dank im Namen aller für diese wunderschöne Idee. Sehr gerne nehmen wir nochmals Decken entgegen. Falls es möglich ist, würden wir gerne 300 Decken bestellen, in verschiedenen Grössen. Zum voraus danke ich Ihnen ganz herzlich für Ihr grosses Engagement.”

Schön – gäll?! So schnell als möglich werde ich nun 300 Decken nach Zürich an die Duttweilerstrasse bringen.